Bluttat in Inzersdorf
Wien 1900: Inzersdorf war zu dieser Zeit ein ruhiger und idyllischer Ort. Man könnte sagen, dass es mehr einem Dorf ähnelte. Doch am 8. Juli 1900 war es mit der Ruhe vorbei.Nach einem geselligen Trunk am frühen Abend befand sich ein Jungbauer am Nachhauseweg. Als er gerade dabei war, die damalige Franzensbrücke im Ortszentrum zu überqueren, kamen vier dunkle Gestalten auf ihn zu. Die Tätergruppe überfiel den armen Mann, wobei einer der Täter sogar ein Messer zog. Der Jungbauer schrie aus Leibeskräften, sodass die Gäste im Dorfgasthof zu Hilfe eilten.Ein Helfer, ein Ingenieur, ging jedoch zu nah an das Geschehen heran. Durch Messerstiche verletzt, sackte der Ingenieur tot zusammen. Der Täter, ein Viehtreiber, konnte am nächsten Tag schlafend in einem Kornfeld gefunden und verhaftet werden.Quelle: Edelbacher, Maximilian; Seyrl, Harald (2004): Tatort Wien, Band 1: Die Zeit von 1900 – 1924 Edition Seyrl, Wien – Scharnstein