Neue Wege der Kriminalprävention

… beschreitet das Landeskriminalamt OÖ seit Anfang Februar 2019.Da viele Opfer von betrügerischen Anrufen vor allem ältere Menschen sind, suchte man nach neuen Kommunikationswegen um genau diese Personengruppe ansprechen zu können. Mit der Diözese Linz wurde nun ein Partner gefunden, der über die Pfarren in ganz Oberösterreich direkt mit diesen Personen in Kontakt steht und auch einen außerordentlich hohen Vertrauensvorschuss genießt.Die Präventionstipps des Landeskriminalamtes wurden bereits allen Pfarren übermittelt. Die Expertinnen und Experten der Kriminalprävention stehen den Pfarren und Menschen auch direkt als Ansprechpartner zur Verfügung. Im Übrigen wurde auch der OÖ Gemeindebund gebeten, gleichlautende Tipps an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu leiten.Die Kriminalprävention des Landeskriminalamtes OÖ informiert:Seit Juni 2018 ist es zu einer Vielzahl an betrügerischen Anrufen bei älteren oder betagten Personen gekommen. Die unbekannten Täter geben sich als Polizisten aus und teilen ihren Opfern mit, dass ein Angehöriger in einen Verkehrsunfall verwickelt oder festgenommen wurde und eine hohe Bargeldsumme als „Kaution“ bezahlt werden müsse.Wie bereits mehrfach in den Medien und von der Polizei berichtet, kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu betrügerischen Anrufen von unbekannten Tätergruppierungen. Hierbei handelt es sich um eine Facette des bereits lange bekannten Neffentricks. Den potentiellen Opfern wird von einem Betrüger, der sich als Polizist ausgibt, eine Notlage vorgespielt, in dem ihnen von einem angeblichen Verkehrsunfall eines nahen Angehörigen berichtet wird. Um eine Haftstrafe zu vermeiden, müsse eine hohe Kaution in bar an einen Polizisten übergeben werden.Allein in den letzten zwei Wochen wurde drei Oberösterreichinnen und Oberösterreicher Opfer dieser Betrüger. Erschwerend kommt bei den Ermittlungen hinzu, dass die Betrugshandlungen erst oft Stunden später polizeilich angezeigt werden. Da die Gesamtschadenssumme österreichweit bereits im hohen sechsstelligen Bereich liegt, wird im polizeilichen Vorgehen spezielles Augenmerk auf die Prävention gelegt. Banken und diverse öffentliche Einrichtungen wurden und werden sensibilisiert.Klarstellung:Die Polizei ruft niemals bei Angehörigen an und fordert Geld, geschweige denn, kommt sie zu Privatpersonen nachhause um Geld oder Wertgegenstände abzuholen.In diesem Zusammenhang ersucht die Polizei auch die Bevölkerung, Angehörige oder bekannte ältere Personen über diese Art des Betruges in Kenntnis zu setzen und über die richtige Vorgehensweise zu informieren.Tipps der Kriminalprävention:• Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.• Lassen Sie sich, auch von Polizisten, im Zweifelsfall immer Dienstausweise zeigen.• Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese, um die Echtheit eines vermeintlichen Vorfalls nachzuprüfen.• Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.• Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: notieren Sie Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe etc.• Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

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